Verletzt werden oder sich verletzt fühlen

Ich habe letztens bei Facebook ein Spruchbild entdeckt, welches mich dazu angeregt hat, ein paar Zeilen zum Thema zu schreiben.

 

Für mich stecken in dieser Aussage gleich mehrere problematische Sachverhalte.

Erstens bringt uns das Denken in diesem Muster in die Rolle des Opfers und entbindet uns gleichzeitig von unserer Verantwortung.

Gleichzeitig spricht es uns die Macht über unsere eigenen Gefühle ab, die von außen bestimmt werden, und nicht von uns selber.

Wie können wir jemanden verletzen? Wie entsteht das Gefühl der Verletztheit überhaupt?

Wenn ich eine verletzende Handlung durchführe, fühlt sich dadurch jeder in gleichem Maße verletzt?

Ist es nicht so, dass die Verletzung oder der Schmerz abhängig von der Person ist, die die Verletzung wahrnimmt? Ich meine natürlich keine körperlichen Verletzungen, es geht um rein mentale Verletzungen.

Das Thema wird vielleicht etwas einfacher, wenn wir mal die vorsätzliche und böswillige Verletzung beiseite lassen. Diese ist vielleicht einen eigenen Artikel wert.

Ist der versehentlichen oder aus Unachtsamkeit zugefügten Verletzung nicht ganz unähnlich, aber da ist es auch interessant, den Absender zu betrachten.

Ansonsten lege ich das Augenmerk jetzt auf den Verletzten…

Der Verletzte nimmt eine Handlung war, oder er hört eine Aussage und fühlt sich verletzt. Richtig. Er oder sie fühlt sich verletzt. Das ist ein Gefühl, welches wir mit einer bestimmten Situation in Verbindung bringen. Diese Verbindung zwischen Sinneswahrnehmung und einem assoziierten Gefühl sind bei jedem Menschen unterschiedlich verdrahtet.

Der Absender der vermeintlichen Verletzung spricht somit kein direktes Gefühl an, wie soll er das auch machen? Er führt nur ein Handlungsmuster aus, welches wir durch unsere individuelle Lebenserfahrung mit dem Gefühl Schmerz verknüpft haben.

Wenn wir uns jetzt Mühe geben wollen nichts zu tun, was jemanden verletzen könnte, wie können wir dann noch authentisch durchs Leben gehen und mit anderen Menschen interagieren? Ich würde sagen, fast gar nicht. Da jeder Mensch andere Gedanken und Muster mit positiven oder negativen Gefühlen verknüpft, muss ich alle Menschen meiner Umgebung schon sehr genau studieren und mir im besten Fall eine Datenbank anlegen, an die ich mich halten kann, sobald ich mit anderen Menschen in Kontakt komme.

Nicht gerade realistisch. Und wo bleibe ich selber in so einem Szenario, wenn ich nur noch danach schaue, sämtliche Fettnäpfchen meiner Umgebung zu umschiffen?

Ich denke, da würde ich auf der Strecke bleiben und mich selber ständig verletzt fühlen.

Weil ich mir selber nicht gerecht werden kann.

Jetzt begeb’ ich mich in die Perspektive des Verletzen.

Es ist bequem, mit dem Finger auf jemanden zu zeigen und ihn zu bezichtigen, mich verletzt zu haben. Es macht die Verletzung aber nicht weniger schmerzhaft. Ich verleugne nur meine eigene Verantwortung für den Schmerz und entlaste mich von der Bürde, etwas zu ändern. Also eine Veränderung der Art, dass ich mich in ähnlichen Situationen in der Zukunft weniger oder gar nicht mehr verletzt fühle.

Die Verknüpfungen zwischen Sinneswahrnehmungen und Gefühlen sind willkürlich von uns selber gestrickt worden, somit können wir das Strickmuster auch abwandeln und Verknüpfungen verändern.

Dafür müssen wir allerdings nicht bei unserem Gegenüber schauen, sondern bei uns selber. Was an den Worten oder dem Tun des Anderen nehme ich als verletzend war, und warum genau? Bei welchen Situationen habe ich dieses Gefühl in der Vergangenheit auch schon gefühlt? Was habe ich für Glaubenssätze etabliert, die mich etwas als verletzend einstufen lassen? Wenn diese Fragen beantwortet sind, kann ich damit beginnen, diese vermeintlichen Tatsachen in Frage zu stellen und die Verknüpfungen neu zu stricken.

Das Gefühl kommt einzig und alleine von dem Gedanken, den wir mit der Sinneswahrnehmung in Verbindung bringen. Als einfaches Beispiel nehme ich mal eine Situation, die ich so schon mehrfach erlebt habe.

Ich fahre durch den Ort, sehe ein bekanntes Gesicht, habe den Eindruck gesehen zu werden, grüße und es kommt nichts zurück. Wenn ich emotional einigermaßen gefestigt bin, denke ich mir, dass mein Gegenüber wohl gerade in Gedanken war und fahre unbeschwert weiter, ohne die Situation noch eines Gedankens zu würdigen.

Ist das nicht der Fall, suche ich den Fehler bei mir, was ich denn falsch gemacht haben könnte, dass ich nicht zurückgegrüßt werde. Wenn mir nichts einfällt, entscheide ich vielleicht, dass der Andere ein großes Arschloch ist, welches ich nie wieder grüßen werde.

Der Tag ist versaut oder zumindest einige Zeit des Tages und ich fühle mich verletzt.

Eine Situation, zwei völlig unterschiedliche Wahrnehmungen und Konsequenzen.

Welches der beiden Szenarien ich wähle, ist ganz alleine meine Entscheidung.

Selbst wenn sich die Situation wiederholen sollte, ist es wesentlich zielführender, die Person direkt anzusprechen. Das Ungewisse und die Selbstzweifel sind langanhaltende und unangenehme Begleiter. Die Ungewissheit aufzulösen hilft, die Dinge loszulassen.

Entweder mein Gegenüber entschuldigt sich und hat eine harmlose Erklärung, oder er sagt mir, dass er mich nicht mag und mich deswegen nicht grüßt.

Wenn ich mich dadurch verletzt fühle, dann ist es meine Verantwortung. Nicht jeder kann mich immer mögen. Wenn mich jemand nicht mag, dann ist das so. Er tut damit aber nichts, um mich aktiv zu verletzen. Das Gefühl der Verletzung krame ich selber aus der Schublade.

Dadurch, dass ich dann auf den „bösen” Verursacher meiner Verletztheit zeige, fühle ich mich weiterhin verletzt und – wenn ich mit vielen Menschen zu tun habe – wohl auch sehr oft.

Ich kann die anderen Menschen nicht ändern und ich kann auch nichts daran ändern, dass mich nicht alle mögen.

Ich kann aber meine Sichtweise darauf verändern. Damit auch das Gefühl, welches mit solch einer Situation einhergeht.

Am Leben vorbei geträumt

Wer kennt es nicht? In so manchem Moment erkennen wir, dass unser Leben so ganz anders aussieht als das, was wir uns in unseren Tagträumen vorstellen.

Es ist das Erwachen aus einem dieser Träume, mit der manchmal bitteren Erkenntnis, dass es nur ein Traum gewesen ist. Warum ist das so? Sollte es nicht anders sein?

Es scheint manchmal so, als wären Träume ein Zufluchtsort vor dem echten Leben.

Ein Zufluchtsort mit Tücken. Während wir in unseren Träumen verweilen, streicht unser Leben an uns vorbei, und es verstreicht das wertvollste, das wir haben: unsere Lebenszeit.

In dieser Zeit kommen wir der Erfüllung unserer Träume auch nicht näher. Wir leben in der Hoffnung, dass sich unsere Träume irgendwann einmal erfüllen, und verweilen, so oft es geht, in ihnen, um den Schmerz des Alltags nicht spüren zu müssen. Dadurch, dass wir Zuflucht in unseren Träumen finden, fühlt sich unsere gegenwärtige Situation weniger schlimm an, was zur Folge hat, dass die Motivation weg von dem Ist-Zustand und hin zur Verwirklichung unserer Träume abnimmt.

In Verbindung mit dem Beruhigen von uns selber, dass es ja gar nicht so schlimm ist, und indem wir auf hohem Niveau jammern, machen wir den Schmerz noch ein wenig kleiner.

Schmerz und Unzufriedenheit sind aber starke Motivatoren für den Weg zur Verwirklichung. Erst wenn der Schmerz groß wird, fangen wir Menschen an, etwas in unserem Leben zu ändern.

Vorher ist die Angst vor dem Unbekannten viel zu groß, als dass wir etwas anders machen wollen, als wir es bisher gemacht haben.

Die geschieht manchmal von ganz alleine. Entweder durch einen Schicksalsschlag, indem wir einen Unfall haben, oder jemand in unserem Familienkreis. In Form einer Kündigung durch den Arbeitgeber oder die Diagnose einer schweren Erkrankung.

In abgeschwächter Form kann auch eine Scheidung oder Trennung zum Umdenken führen.

Muss es denn wirklich so weit kommen? Dass wir erst dann damit anfangen, unser Leben zu schätzen und unliebsame Dinge aus unserem Leben entfernen wollen, die uns daran hindern, ein traumhaftes Leben zu leben?

Eine Bestandsaufnahme, ob das Leben so, wie es jetzt gelebt wird, den eigenen Visionen und Träumen entspricht, kann jederzeit erfolgen. Wenn wir Respekt und Wertschätzung uns selber gegenüber kultivieren und unsere Nöte, unseren Schmerz und unsere Unzufriedenheit nicht klein reden – oder kleinreden lassen, ist die Wahrscheinlichkeit viel größer, dass sich etwas tut. Im Hier und Jetzt verweilen und in Aktion treten, um Schritt für Schritt das Leben so zu gestalten, dass es traumhaft wird, das erfordert eine Portion Eigenverantwortung.

Also die Gegebenheiten nicht den Umständen anlasten oder anderen Menschen zuschieben, sondern in allem die eigene Verantwortung erkennen (ist in den meisten Fällen möglich ;-)) und diese in die Hand nehmen.

Zum Abschluss noch ein Beispiel zur Verantwortung und dem Nicht-in-Angriff -Nehmender Verwirklichung seiner Träume: das LOTTO-Spielen.

Der Lottoschein in der Tasche hält uns in der Hoffnung, dass wir reich werden und all unsere Träume leben können. Mit dieser Hoffnung berauben wir uns aber der Motivation, selber aktiv zu werden und in kleinen Schritten auf das Ziel zuzuarbeiten. Die Chance auf einen Sechser im Lotto ist aber so gering, dass es nur eine Person von 100 Millionen trifft.

Die Wahrscheinlichkeit, Wohlstand durch eigenes konsequentes Handeln zu erlangen, ist da doch wesentlich höher.

Hinzu kommt noch, dass die Wertschätzung für etwas selber Vollbrachtes wesentlich größer ist als für ein unverdientes Geldgeschenk.

Soweit erst einmal für heute.

Eure Kopfrichter Christian und Aurel

Selbstwerthierarchie

Warum begeben wir uns in Abhängigkeit zu Menschen, denen wir einen höheren Wert beimessen, als uns selber. Also zum Beispiel sehr attraktiven Menschen, Politikern, Erfolgreichen Menschen und prominenten Menschen?

 

Hmm. Erst einmal stellt sich die Frage, sind diese Menschen tatsächlich wertvoller oder besser als wir?

Wir sehen nur eine einzelne Eigenschaft, und dichten diesen Menschen viele weitere positive Eigenschaften zu.

Wir sehen nur die Fassade. Und die Fassade auch nur von der Kleinen Spitze des Eisberges, der für uns sichtbar wird.

Wir sind keinen einzelnen Schritt in den Schuhen der anderen Person gegangen, sehen nur einen winzigen aufpolierten Ausschnitt und vergleichen diesen mit unserem manchmal nicht ganz so spektakulären Alltag.

Dass dieser Vergleich hinkt, wird uns nur bei nüchterner Betrachtung klar. Das mangelhafte Gefühl dieses Vergleiches, den wir anstellen bleibt aber und zieht unseren Selbstwert herunter.

 

Was aber bringt uns in die Abhängigkeit, Bedürftigkeit und unterordnung zu solchen in Anführungszeichen wichtigen oder tollen Menschen?

 

Wir wollen die Anerkennung von ihnen, dass wir auch wertvoll sind. Wir wollen gesehen werden und wertgeschätzt werden. Wenn wir zum Beispiel einer sehr schönen Frau, oder auch einem sehr attraktiven Mann begegnen, verstellen wir uns und wollen unser Gegenüber beeindrucken.

Wir machen unser Selbstwertgefühl von der Aufmerksamkeit dieser Person abhängig und sind in dem Moment nicht mehr wir selbst. Wie spielen eine Rolle, sind bedürftig, nicht authentisch und machen uns im Grunde lächerlich. Da wir nicht authentisch sind, haben wir kaum Ausstrahlung und werden dadurch nicht gesehen.
Also genau das Gegenteil von dem, was wir eigentlich erreichen wollen.

 

So lange wir der Meinung sind einen Mangel an Aufmerksamkeit und Wertschätzung zu haben, verbiegen wir uns, um diesen Mangel von anderen Menschen kompensiert zu bekommen.
Manchmal funktioniert es für einen kurzen Augenblick, meistens aber nicht. Da es nur eine Kompensation ist, wird es das Grundproblem auch nicht lösen, sondern nur ein Symptom notdürftig lindern.

 

Um dem Dilemma zu entkommen sollten wir uns innere Referenzen aufbauen, mit denen wir uns vergleichen. Eigene Leistungen und Entwicklungen als Bezugspunkt, um sich nicht mit anderen Menschen zu vergleichen, und diese mangels eines ganzen Bildes, über sich zu stellen.

 

Wenn diese Disziplin gemeistert wird, sind dinge wie Ansprechangst, Angst vor Vorgesetzten und unterwürfiges Verhalten ein Relikt unserer Vergangenheit.

Nebenbei erhöht es in unvorstellbarem Ausmaß unsere Beziehungsfähigkeit.

Es wirkt auch der verdammt problematischen emotionalen Abhängigkeit entgegen.

 

Sobald wir niemanden mehr über uns stellen, stehen wir selber an erster Stelle. Sobald wir nicht mehr anderen folgen und ihnen nacheifern, bekommen wir unsere eigene Gefolgschaft, ob wir das wollen, oder auch nicht. Durch das heraustreten aus der Hierarchie machen wir uns selber zum  Anführer. Zumindest übernehmen wir unsere emotionale Führerschaft.

Leben am Abgrund

Natürlich handelt es sich nur im übertragenen Sinne um einen Abgrund. Der kann jedoch sehr tief erscheinen.
Ich spreche von Entscheidungen an den großen Wegscheiden des Lebens. Wenn es etwas Großes im Leben zu entscheiden gibt, dann ja häufig nicht eine einzelne Entscheidung, sondern einige weitere, die in Bezug aufeinander gefällt werden wollen.

Wegscheiden

Geht es um berufliche Veränderung, stehen oftmals auch Fragen der Beziehung mit im Raum, oder umgekehrt. Es fühlt sich dann so an, als würden wir an einem Abgrund stehen und den Absprung in das tiefer sichtbare Wasser nicht wagen.
Es ist ein Sprung ins Unbekannte. Es verursacht Unbehagen in uns, da wir nicht wissen, was auf uns zukommt, wenn wir den Absprung wagen. Gleichzeitig verspüren wir aber auch ein großes Verlangen, den Sprung zu wagen und die neuen Möglichkeiten zu erkunden.
Es ist ein Balanceakt: immer schön am Rande der Klippe entlang.
Dieser Balanceakt kostet uns viel Energie und Zeit. Je länger er anhält, umso schwieriger wird es.
Es ist ein Raum zwischen den Welten. Der Raum zwischen unserem bisherigen Leben und einem möglichen neuen.
Zurück geht es nicht mehr. Sobald wir uns erst einmal an den Rand begeben haben, ist eine Rückkehr zum alten Leben kaum noch vorstellbar.
Die Angst vor dem Neuen, dem Ungewissen, ist aber noch zu groß.
Der Absprung ist im Prinzip unvermeidlich. Es prickelt an manchen Tagen am ganzen Körper.
Das Fatale an der Geschichte ist, dass ein Absprung anscheinend nur ganz oder gar nicht stattfinden kann. Es ist mir zumindest schon oft so ergangen. Wenn ich eine Entscheidung treffe, um eine Baustelle zu schließen, die mich am Voranschreiten hindert, tut sich im selben Augenblick eine neue Baustelle an einer ganz anderen Stelle auf, die die erste Entscheidung wieder in Frage stellt.

Das Ganze ist dann noch begleitet von wirtschaftlichen Zwängen und Verpflichtungen.

Manchmal denke ich, der Abgrund ist gar nicht so tief. Nach jedem Sprung landet man nur einige Meter weiter unten – wie auf einer großen Treppe. Du nimmst Anlauf, springst, machst die Augen zu. Du machst dich auf einen langen Fall mit anschließendem Eintauchen ins kalte Wasser gefasst. Du landest nur einen Bruchteil einer Sekunde später doch wieder auf festem Grund.

Mut zur Lücke

Ich denke, es fehlt der Mut. Der Mut, alle Brücken hinter sich einzureißen, oder das Niederbrennen der Schiffe nach der Landung auf einem neuen Kontinent.

So verweilt der Mensch über Jahre hinweg am Abgrund, zerrissen zwischen Bleiben und Springen.
Also ein Leben am Abgrund. Der Absprung gelingt nur im Tagtraum, in den es sich flüchten lässt.
Ich vermute in meinem nicht mehr ganz so jugendlichen Leichtsinn mal, dass es auch einigen anderen Menschen hier so geht.

Ich habe mit einem guten Freund zusammen einen Weg gefunden, dem Abgrund seinen Schrecken zu nehmen. Ich habe angefangen ein neues Bild zu manifestieren, welches den Abgrund als Tal zwischen zwei Gipfeln erscheinen lässt.
Also kein Abgrund, in den es unendlich tief zu fallen droht, sondern ein Tal, welches durchschritten werden oder mit einem Hilfsmittel wie z.B. einer Seilbahn oder Brücke überwunden werden kann, um den nächsthöheren Gipfel zu erreichen.

Die etwas andere geologische Untersuchung

Um den Weg zum nächsten Gipfel zu wählen, ist es sinnvoll zu wissen, wie tief das Tal ist.
Wie aufwendig ist es, das Tal zu Fuß zu durchschreiten. Wenn das Tal zu tief erscheint, kann es sinnvoll sein, sich Hilfsmitteln zu bedienen. Investieren muss ich aber in jedem Fall.
Den langen Fußmarsch werde ich aus eigener Kraft meistern müssen, und Hilfsmittel muss ich mir auch erarbeiten.
Ein Hilfsmittel kann sein, sich hilfesuchend an einen guten Freund zu wenden. Wenn das Hilfsmittel etwas stabiler sein soll, um mehr Sicherheit zu geben, kann es auch ein Coach sein, der mit mir einen Weg über das Tal erarbeitet.
Oder ich finde Wege, indem ich mir Bücher zum Thema besorge.

Das neue Bild des Tals, auf dem Weg weiter nach oben, nimmt dem Abgrund den Schrecken.
Es verschafft mir auch die Möglichkeit einen Weg zu finden, weil es auf der anderen Seite weiter geht. Im allerschlimmsten Fall muss ich die Talsohle eben mühsam durchschreiten. Es ist aber nicht das Ende der Welt.

Beziehung oder Partnerschaft

Begegnung auf Augenhöhe

 

Beziehungen heißen in der Regel Beziehungen, weil wir uns in gegenseitiger Abhängigkeit auf den jeweils anderen beziehen.

Es spielt im Grunde auch gar keine Rolle, wer nun das stärkere Gegenüber in einer Beziehung ist, wer mehr und wer weniger von dem anderen abhängt.

In einer Abhängigkeit ist keine Authentizität möglich – oder nur leidlich.

Sobald ich Angst habe, etwas zu verlieren, von dem ich abhängig bin, ob materiell oder emotional, bringt diese Angst mich dazu, mich zu verstellen. Oder ich versuche, so zu agieren, dass die Quelle, von der ich abhängig bin, nicht versiegt.

Was bestehen für typische Abhängigkeiten in einer Beziehung?

1. Es gibt materielle Abhängigkeiten:
  • Wenn der eine von beiden den Großteil des Geldes nach Hause bringt oder sogar alleine dem Broterwerb nachgeht,
  • wenn Geld im Hintergrund des einen Partners durch Familie zur Verfügung steht
  • oder wenn die Wohnsituation im Elternhaus des einen Partners angesiedelt ist.
  • Vielleicht fallen euch noch weiter materielle Abhängigkeiten ein…
2. Körperliche Abhängigkeiten
  • Dann gibt es noch Abhängigkeiten in Bezug auf Körperlichkeit. Wir möchten Nähe, Körperkontakt, Sex und zärtlichen Austausch – und wenn jemand auf die härtere Gangart steht, auch Züchtigung und/oder Schmerz.
3. Emotionale Abhängigkeit
  • Was aus meiner Sicht am schwersten wiegt, sind die emotionalen Abhängigkeiten in einer Beziehung.
    Wir wollen Zuneigung, Liebe, Glücksgefühle, Anerkennung, Respekt und Wertschätzung von unserem Gegenüber. Und wir begehren von ihm alles, von dem wir der Meinung sind, nicht genug im Leben bekommen zu haben.

Und der ganze Rest…

Ist eine ganze Menge, was? Und ich denke nicht, dass diese Aufzählung komplett ist. Es können sicher noch einige Punkte in allen drei Kategorien angefügt werden.

Die ersten beiden Kategorien würde ich zwar auch als Faktoren sehen, die dazu führen, dass wir nicht immer authentisch und ehrlich, d. h., wir selbst sind, aber ich denke die emotionale Ebene ist die, die uns am stärksten vom Kurs abbringt.

Werden die Emotionen nicht bedient, dann gerät die Beziehung in Schieflage, unser Leben gerne aus den Fugen, wir erleben unsere Midlifecrisis, bis hin zu Suizid-Gedanken.

Die Emotion ist die stärkste Abhängigkeit, weil sie reines Gefühl ist. Gefühl, das sich als Schmerz durch den Menschen frisst.

Das merkwürdige an der Geschichte ist, das wir die emotionale Abhängigkeit am ehesten in der eigenen Entscheidungsgewalt haben.

Ob unsere Partner uns mit Geld versorgt, können wir zwar bedingt beeinflussen, aber wenn er uns nicht mehr mag, weil wir zum Beispiel keinen Sex mehr mit ihm haben, dann sind das Abhängigkeiten, die nüchtern betrachtet einem Tauschhandel gleichkommen.

Gefühle und ihre Auslöser

Das funktioniert mit Gefühlen leider nicht so. Gefühl entsteht in dir selber. Die meisten Gefühle sind mit Gedanken verknüpft. Jedes Mal, wenn ein Ereignis oder eine Handlung einen Gedanken in uns weckt – und das passiert automatisch, dass der Verstand Ereignisse erfasst, versucht sie zu verarbeiten und zu kategorisieren –, entsteht in uns ein Gefühl.

Wir erfassen etwas mit unseren Sinnen, dies löst einen Gedanken aus, der entsprechend unseren Glaubenssätzen kategorisiert und bewertet wird. Also für jeden individuell anders. Dieser Gedanke ist in unserer Kindheit mit einem Gefühl verknüpft worden.

Jedesmal, wenn wir einen Gedanke haben, den wir einordnen können, wird somit ein Gefühl ausgelöst.

Wenn so Gefühle in uns hervorgerufen werden, wie soll es dann möglich sein, dass uns jemand jemand ein Gefühl geben kann? Wie kann jemand uns verletzen?
Wie kann jemand machen, dass wir uns ungeliebt fühlen?

Ich denke das ist nicht möglich. Wir versuchen es aber. Wir versuchen, den jeweils anderen glücklich zu machen, und tun Dinge, wovon wir der Meinung sind, dass sie den anderen glücklich machen. Das gelingt uns ab und zu, unserem gegenüber einen glücklichen Moment zu bescheren. Am ehesten noch in der Phase des Verliebtseins, wo eh alles durch die rosa Brille betrachtet wird und der Verstand durch Hormone etwas benebelt ist.

Aber ich schweife vom Thema ab…

Wir sind der trügerischen Meinung, dass der jeweils andere unsere Gefühle beeinflusst und geben unser Wohlbefinden und unser Glück in de Hände des anderen.

Das ist eine große Verantwortung, der keiner gerecht werden kann. Jeder Mensch ist einen völlig individuell eigenen Lebensweg gegangen und kann somit gar nicht wissen, mit welchen Gedanken bei dir welche Gefühle verbunden sind. Und wenn er oder sie mal einen Glückstreffer machen, dann ohne zu wissen, warum.

Selbst auf die Gedanken, die wir bei unserem Gegenüber hervorrufen, durch Worte oder Handlungen, können wir nicht wirklich vorhersagen.

Die Sinne erfassen alle ziemlich dasselbe. Wie jeder Mensch die Signale aus den Sinnesorganen interpretiert, ist sehr unterschiedlich.

Die Alternative heißt Partnerschaft

Eine Partnerschaft definiert ein Zusammenkommen von zwei selber lebensfähigen Individuen auf einem ausgeglichen Kräfteniveau.

Jeder Partner kann alleine zurecht kommen und ist nicht vom anderen abhängig.

Partnerschaft auf Augenhöhe.Klingt erst einmal nicht kompliziert. Ist es im Grunde auch nicht, aber der Weg dahin ist für einige sehr schwer. Für manch einen vielleicht auch weniger schwer, je nachdem, wie unserer Lebensweg bisher ausgesehen hat und welche Muster wir uns von unseren Eltern unbewusst abgeschaut haben.

Um eine Partnerschaft einzugehen, müssen wir erst einmal ein bestimmtes Niveau an Stabilität erlangen.

Eine Stabilität, die auf innerer Stärke und Unabhängigkeit beruht. Diese Stabilität zu kultivieren, bringt uns nicht nur in der Partnerschaft zu einer Frau oder einem Mann sehr weit voran, sondern auch im Bereich der Arbeitswelt. Es bringt uns überall da nach vorne, wo wir mit anderen Menschen interagieren, bis hin zu unseren eigenen Kindern.

Diese innere Stabilität können wir erreichen, wenn wir lernen, nicht mehr der Anerkennung und dem Lob anderer Menschen nachzujagen.
Wenn wir die Bestätigung nicht nötig haben, weil wir sie uns selber geben können.

So geht es uns auch mit Liebe und Respekt.

Wenn wir davon abhängen, dass andere Menschen diese Gefühle in uns mit etwas Glück auslösen können, dann sein wir immer im Mangel und unfrei, verbiegen und prostituieren uns, nur um an unsere „Droge“ zu gelangen.

Das Tolle ist, dass Anerkennung, Lob und entgegengebrachte Liebe etwas Wundervolles sind und wir diese auch weiterhin genießen können und sollen. Aber nicht in der Form, dass wir dadurch von anderen Menschen abhängig sind, weil wir meinen, uns selber nicht lieben zu können und uns selber nicht so anerkennen und akzeptieren, wie wir sind.

Je mehr wir uns diese Dinge selber angedeihen lassen können, umso mehr erhalten wir sie auch von außen. Aber erst, wenn wir ihnen nicht mehr nachjagen.
Sobald wir anfangen, authentisch unseren eigenen Weg unbeirrt zu beschreiten, werden andere Menschen anfangen, uns zu folgen. Klingt unglaublich, habe ich aber viele Male beobachten können.

Kritik annehmen können

Mit einem gesunden Maß an Selbstbewusstsein mit Authentizität reagieren wir Menschen auch auf Kritik ganz anders. Wir werden nicht mehr aus der Bahn geworfen, wenn uns jemand kritisiert.

Wenn wir uns selber kennen, mit all unseren Stärken und auch Schwächen, wissen wir es besser als unser Gegenüber. Dann können wir der Kritik zustimmten, wenn sie zutrifft, oder sie ablehnen, wenn sie nicht zutreffend ist. Wir ziehen uns aber nicht mehr durch die Kritik jedes anderen Menschen selbst in Zweifel, und wir werden nicht aus dem Gleichgewicht gebracht. Wir können zum ersten Mal sachlich mit Kritik umgehen.

Partnerschaft auf Augenhöhe ist richtige Partnerschaft. Ohne gegenseitige Abhängigkeiten entstehen auch keine Gegenseitigen Vorwürfe.

Vorwürfe, dass wir uns gegenseitig nicht glücklich machen, dass wir uns nicht respektieren oder verletzend sind.

Wenn ich über Jahre hinweg der Meinung bin, dass mir mein Partner die Liebe vorenthält, die ich so dringend brauche, das schlägt doch irgendwann in Wut und Hass um.

Das kann nur schwer passieren, wenn wir nicht davon abhängig sind.

Menschen, die sich selber nicht stark genug lieben, glauben anscheinend im tiefsten Inneren gar nicht, dass sie liebenswert sind. Warum sollten sie sich sonst selber keine Liebe schenken?
Wenn du nicht daran glaubst, liebenswert zu sein, dann wirst du die dir entgegengebrachte Liebe von anderen Menschen aber auch nicht sehen, selbst wenn du damit förmlich überschüttet wirst.

Wenn du es nicht glauben kannst, findet es in deiner Realität nicht statt.

Wenn du dich selber liebst und für liebenswert hältst, dann siehst du die Welt mit ganz anderen Augen. Du kannst wahrnehmen, wieviel Liebe doch auf dieser Welt unterwegs ist und dir zuteil wird.

Diese Unabhängigkeit zu erlangen. ist möglich. Und unsere Mission als Kopfrichter ist es, diese Fähigkeiten mit dir zusammen zu erarbeiten.

Dafür bilden wir uns stetig weiter und erproben unterschiedlichste Techniken an uns selber.
Es ist immer wieder schön zu erleben, dass das Leben wesentlich unkomplizierter ist, als wir es uns selber machen.

Glaub nicht alles, was du denkst,…  😉 … und nimm das Leben nicht so bitterernst.

Eure Kopfrichter Aurel und Christian

Wenn zwei Wahrheiten aufeinander treffen

Die kleinen Unwägbarkeiten einer Beziehungskrise…

Bei dem Verständnis in einer Beziehung treffen oftmals völlig unterschiedliche Welten aufeinander.
Es ist fast wie bei einem Experiment, das ich als Kind im Physikunterricht in der Schule durchgeführt habe.

– Nimm drei Schalen mit Wasser. Kalt links, warm rechts und Raumtemperatur in der Mitte.
– Wenn du links und rechts jeweils einen Finger in das Wasser tunkst, eine Weile drin lässt und dann beide Finger in die mittlere Schale steckst, dann fühlt es sich an der linken Hand warm an und an der rechten Hand kalt.
– Beide Hände fühlen eine andere Wahrheit. Das Wasser in der Mitte hat jedoch Raumtemperatur.

Es geht um das Phänomen, dass meine Frau beklagt, dass ich ständig weg bin und so wenig für die Familie da bin.

Meine Sichtweise ist entgegengesetzt. Ich bin der Meinung, dass ich total viel für die Familie da bin und mich einbringe, wo ich kann.

Nach etwas genauerem Hinsehen, das sich fast drei Jahre hingezogen hat, kam mir eine Erkenntnis in den Sinn, die ich mir von meiner Frau bestätigen lassen konnte.

Die Frage lautete nicht, wer recht hat, sondern wer welchen Maßstab anlegt.

Sie hatte einen Vater, der selbstständig war und immer zu Hause gewesen ist. Zumindest am Nachmittag und an den Wochenenden. Also rund um die Uhr Anwesenheit. Das scheint also ihr Maßstab zu sein.

Ich habe einen komplett konträren Maßstab, da ich mich mit der Situation aus meiner Kindheit referenziere. Mein Vater hat das Haus verlassen, als ich noch schlief, und kam nach Hause, wenn ich schon wieder schlief. An Wochenenden hat er auch oft gearbeitet und ich habe eigentlich nur Erinnerungen im Urlaub an ihn. Dort hat er tolle Sachen mit uns gemacht und war mit mir und meinen Geschwistern auf Abenteuertour.

Dagegen sehe meine Situation mit einem 40-Stunden-Job und geregelten Arbeitszeiten, als extreme Anwesenheit zuhause. Ich gehe morgens mit den Kindern gemeinsam aus dem Haus und bin in der Regel um 18:00 Uhr zuhause, zum gemeinsamen Abendessen. Die Wochenenden bin ich auch zuhause, und aufwendige Hobbies, die mich vom Haus fern halten, habe ich auch nicht wirklich.

Somit hatte ich nie Verständnis dafür, dass meine Frau mir vorwarf, dass ich nie da bin. Weil ich im vergleich zu meinem Vater sehr viel da bin.
Ich habe ihr widersprochen und mich zu Unrecht von ihr verurteilt gefühlt.

So haben zwei Menschen auf ein und die selbe Situation eine ganz unterschiedliche Sicht. Jeder sieht die Wahrheit. Aber jeder eben seine eigene, durch den Filter der eigenen Referenz-Erfahrungen.

Euer Kopfrichter Aurel

Gute Miene zum bösen Spiel

Löse dich von deinen Eltern.

 

Ich fange einfach mal an von mir zu erzählen, obwohl ich beobachte, dass dieses Phänomen sehr weit verbreitet ist und zu viel Kampf und Leid im Leben führen kann.
Es geht in dem heutigen Artikel um Beziehungen. Beziehungen zum Partner, zu Kollegen, Freunden, und auch zu den eigenen Kindern, wenn welche vorhanden sind.
Ich habe bei mir selber und auch bei einigen anderen Menschen beobachtet, dass Beziehungsprobleme unterschiedlichster Heftigkeit und Ausprägung unmittelbar mit dem Verhältnis zu den eigenen Eltern verknüpft sind.
Nicht nur durch die Prägung im Kleinkindesalter, sondern auch und in besonderem Maße durch die Phase des Erwachsenwerdens.
Ich bin mit dem 18. Lebensjahr nicht wirklich erwachsen geworden. Ich bin in Gegenwart meiner Eltern immer wieder in die Rolle des kleinen Jungen geschlüpft, war von der Anerkennung und dem Wohlwollen meiner Eltern abhängig. Ich bin mit 19 Jahren zwar aus meinem Elternhaus ausgezogen und mit 20 das erste Mal selber Vater geworden, ich war aber dennoch nicht unabhängig von meinen Eltern.
Schon alleine die Entscheidung aus Norddeutschland 700 Km Richtung Süden umzuziehen, war aus meiner damaligen Sicht zwar meine freie Entscheidung, inzwischen sehe ich es aber als eine getriebene Entscheidung, die darauf beruhte, so viel Distanz wie möglich zu den Eltern aufzubauen.
Eine räumliche Distanz, die nichts an der emotionalen Verstrickung mit den Eltern änderte.

Ich habe meinen Eltern den Rücken zugewandt und eine rebellische Antihaltung entwickelt. Alles, nur nicht so werden wie die eigenen Eltern.
Das ist keine Freiheit, wenn alle Entscheidungen einen Bezug zu den Eltern haben. Genauso, wie es nicht frei ist, allen Erwartungen zu entsprechen, ist es unfrei, allen Erwartungen zu widersprechen.
Die eigenen Bedürfnisse und das Bauchgefühl sind dann nicht Grundlage der Entscheidungen, sondern externe Verstrickungen.
Ich habe mich von meiner Mutter kontrolliert gefühlt und wollte verhindern, dass sie sich in mein Leben einmischt.
Da ich aber die Verantwortung für die Einmischung und Kontrolle durch Schuldzuweisung meiner Mutter angelastet hatte, habe ich nicht eigenverantwortlich handeln können.
Ich konnte aus meiner damaligen Sicht ja nichts dafür, dass ich eine kontrollierende Mutter habe…
Inzwischen ist mir klar, dass ich diese Einmischung und Kontrolle zugelassen habe und selber entscheiden kann, ob ich mich dadurch beeinflussen lasse, oder eben nicht.

Im Windschatten der Eltern

So lange ich aber der Anerkennung und Zuwendung meiner Eltern nachrenne, deren ich vermeintlich nicht genug bekommen habe, bin ich abhängig von ihnen und lasse mich beeinflussen. Ich bin nicht authentisch und verbiege mich, um es ihnen recht zu machen.
Ich habe für mich eine Möglichkeit entdeckt, meinen Eltern zu verzeihen, zu erkennen und – ganz wichtig – auch zu fühlen, dass sie immer ihr Bestes gegeben haben. Auch wenn ich es nicht als das Beste wahrnehmen konnte, ist es dennoch das Beste gewesen, was sie nach ihren Möglichkeiten geben konnten.
Sicher hatten sie auch ähnliche Verstrickungen mit ihren eigenen Eltern und konnten sich eventuell nicht von ihren eigenen Eltern lösen. Die emotionale Abhängigkeit löst sich auch mit dem Ableben der Eltern nicht auf. Es ist ein Phänomen, das nur in unserem Kopf und in unserer Gefühlswelt existiert. Aus diesem Grund brauchen wir unsere Eltern auch nicht für den Loslösungsprozess. Wir können ihn selber für uns vollziehen und uns mit ihnen versöhnen. Letztendlich ist es wichtig ein versöhnliches Bild von seinen Eltern zu entwickeln, und uns somit beim Gedanken an sie, gut zu fühlen.

Übergehen wir dies und klären das Verhältnis und die Vorwürfe zu unseren Eltern nicht, dann bauen wir ähnliche Abhängigkeiten und Konflikte zu Stellvertretern auf. Gerne genommen ist der Partner – und in meinem Fall: meine Frau.
Ich konnte meiner Mutter nie entgegentreten und für meine Belange einstehen oder ihr gegenüber meine Meinung vertreten. Kurz gesagt, ich habe eine Rolle gespielt, eine Maske getragen und Widerspruch runtergeschluckt, dadurch meine Bedürfnisse nur im Geheimen gelebt.
Ähnliche Muster haben sich dadurch auch in meiner Ehe eingeschlichen, was automatisch irgendwann zu einer massiven Beziehungskrise führte. Wenn ich dann noch berücksichtige, dass meine Frau auch ihre Päckchen mit ihren Eltern in unsere Beziehung trägt, ist das Chaos in der Beziehung perfekt.
Auf sachlicher Eben ist auch schwer eine Lösung zu finden, weil die Ursachen der Konflikte nicht in der Beziehung zueinander lokalisierbar sind.
Solche Dinge werden dann ganz deutlich sichtbar, wenn ich meine Kinder betrachte, und weil sie uns Eltern als Vorbild haben, verzapfen sie den selben Blödsinn wie wir Eltern.

Nur dadurch, dass ich die Beziehung zu meinen Eltern aufarbeiten und klären konnte, hat sich in Dingen der eigenen Beziehung viel getan. Was mich besonders freut, ist, dass dadurch hoffentlich der Teufelskreis durchbrochen wird, der sonst meine Kinder die Probleme der Eltern und Großeltern austragen lassen würde.

Ich denke, dass Probleme, besonders die zwischenmenschlichen, von Generation zu Generation weitergegeben werden. So lange, bis sie gelöst werden. Wenn die tatsächliche Urheberschaft erkannt wird, kann Veränderung stattfinden, und die nachfolgenden Generationen können sich mit nach vorne gerichteten Problemen befassen, statt nach hinten zu schauen und die Suppe der Vorfahren auszulöffeln.

Zurück zum Ursprung

Ich habe mittlerweile Gespräche mit vielen Menschen geführt, die Eheprobleme haben, Probleme mit hierarchischer Einordnung bei einem Arbeitgeber, oder die sich im sozialen Umfeld nicht akzeptiert fühlen.
Bisher waren die Probleme alle ohne Ausnahme auf eine Beziehungsproblematik mit den Eltern zurückzuführen.

Erst wenn ich meine Eltern annehmen kann, wie sie sind – ich bin schließlich nie ihn ihren Schuhen durchs Leben gelaufen –, kann ich mich aus der Abhängigkeit und Schuldzuweisung von ihnen lösen und Frieden schließen.
Das ermöglicht mir, Eigenverantwortung zu übernehmen und endlich erwachsen zu werden.
Das hat bei mir fast 40 Jahre gedauert. Aber besser spät als gar nicht.

Wenn dann noch die drei Säulen, Selbstbewusstsein, Selbstvertrauen und Selbstwert gestärkt werden, dann lebt es sich gleich viel freier.
Es ist nicht gesagt, dass dich auf einmal alle toll finden und mögen, aber es fühlt sich viel besser an, von wenigen dafür gemocht zu werden, wer du wirklich bist, als wenn du von vielen gemocht wird, für das, was du darstellst.

Eine Wunderpille gibt es für das Problem leider nicht, aber es gibt Wege, eine Lösung herbeizuführen. Einen dieser Wege habe ich für mich entdeckt.

Freiheit durch Eigenverantwortung

Als Opfer berauben wir uns unserer Freiheit

Heute schreibe ich über das Thema Eigenverantwortung, da ich Eigenverantwortung für ein stabiles Fundament halte, auf dem ein zufriedenes Leben aufgebaut werden kann.

Ich selber kenne aus eigener Erfahrung beide Seiten. Das Leben vor und das Leben nach der Übernahme der Verantwortung für mein Leben. Zurück möchte ich nicht mehr in meinem Leben, eher noch weiter nach vorne, zu noch mehr Eigenverantwortung für mich und als Vorbild aus Verantwortung für meine Kinder.

Ich habe das Gefühl, dass es gar nicht möglich ist, richtig erwachsen zu werden, ohne die volle Verantwortung für das eigene Leben zu übernehmen. Wenn ich wirklich erwachsen sein möchte, muss ich für alles in meinem Leben die volle Verantwortung übernehmen und etwaige Konsequenzen tragen.

Wer kennt es nicht? Meine Eltern haben Schuld, dass ich die falsche Schule besucht habe, die Lehrer haben Schuld, dass ich schlechte Noten und  anschließend ein schlechtes Zeugnis habe. Mein Arbeitgeber hat Schuld, dass ich nicht mein Potenzial leben kann, und dass ich nicht so bezahlt werde, wie ich es mir wünsche.

Die Gesellschaft hat Schuld daran, dass ich so verkorkst bin, und von denen da oben… oder Politik… brauche ich gar nicht anfangen.

Da tappt man im Dunkeln…

Ich glaube diese Art, die Verantwortung abzuschieben, geschieht unbemerkt, und wir erlernen sie von Vorbildern und aus Bequemlichkeit. In unserer Kindheit ist das okay und auch gut so. Nur so ist eine unbeschwerte Kindheit möglich, wenn Eltern da sind, die Verantwortung übernehmen. Mit dem Eintritt in das Erwachsenenalter sollte sich das aber ändern. Ich musste erst selber eine Familie gründen und fast 4 Jahrzehnte an Lebenserfahrung sammeln, um das zu erkennen.

Um wirklich eigenverantwortlich zu leben und erwachsen zu werden, musste ich mich von meinen Eltern lösen. Ich glaube, ohne geht es nicht. Mit lösen meine ich nicht, seinen Eltern den Rücken zuzuwenden oder den Kontakt einzustellen. Ich meine, sich mit seinen Eltern auszusöhnen und ein geklärtes Verhältnis zu schaffen. Es gibt leider Menschen, die diesen Schritt bis an ihr eigenes Sterbebett nicht schaffen und mit Bedauern auf ihr Leben zurückblicken, weil sie nicht ihr Leben gelebt haben, sondern ihr Leben für alle anderen gelebt haben.
Das beginnt, wenn wir nicht auf unsere Bedürfnisse hören und Entscheidungen treffen, die den Ansichten und Ratschlägen anderer Menschen entsprechen. Wenn wir einen Beruf wählen, weil unsere Eltern es für wichtig halten, etwas Vernünftiges zu machen, anstatt unserem Herzen zu folgen.
Wenn wir mehr auf unsere Ängste hören, als auf die Chancen, die sich uns bieten.
Wenn wir Verantwortung übernehmen, können wir solche Entscheidungen, die wir getroffen haben, als wie  es noch nicht besser wussten, wieder neu treffen. Wir können den Job wechseln, uns selbstständig machen, und unser Leben und unsere Träume in Angriff nehmen.

Oder wir ändern nichts und machen uns zum Opfer. Wenn wir über unseren ungeliebten Job jammern und eventuell unsere Eltern für diesen Berufsweg verantwortlich machen, ändert sich nichts. Wir meckern, werden verbittert und warten darauf, dass sich wie durch ein Wunder von selber etwas ändert.

Das ist so ein bisschen wie an der Bushaltestelle zu sitzen und sich zu beschweren, dass kein Zug kommt.

Stellvertreterkonflikte

Ich habe für mich festgestellt, dass dieser Loslösungsprozess von den Eltern essentiell wichtig ist, um eigenverantwortlich handeln zu können. Wenn wir diesen Schritt mit unseren Eltern nicht vollziehen, dann tragen wir die selben Konflikte stellvertretend weiter mit unseren Vorgesetzten, mit unserem Partner oder im wie auch immer gearteten sozialen Umfeld aus. Immer sind alle anderen dafür verantwortlich, dass es mir nicht so gut geht, wie ich es verdient hätte.

Ich sehe solche Konflikte stark in Beziehungsproblemen in Erscheinung treten. Ja, ich habe es durch eine massive Ehekrise am eigenen Leib erfahren dürfen.

Durch die Einsicht, dass es sich um Stellvertreterkonflikte handelt, die ich in der Beziehung zu meiner Mutter ausräumen sollte, ist mir klar geworden, dass eine Trennung nicht weiter nach vorne bringt, sondern mich durch Weglaufen weit zurückwirft und – ohne einen erkennbaren Vorteil für irgendwen – die Familie zerstört.

Wiederholungsschleifen

Ich denke, dass wir Menschen Beziehungsprobleme nicht durch den Wechsel des Partners lösen können.

In dem Fall geben wir wieder die Verantwortung an den Partner ab, und begeben uns in die Rolle des Opfers. Beim nächsten Partner werden die selben Probleme, vielleicht in einer etwas anderen Färbung, wieder auftreten, nachdem die Hormone sich wieder beruhigt haben. Das passiert so lange, bis wir die wahren Probleme, die dahinter stecken, in Angriff nehmen und ein für alle Mal verarbeiten. Das ist eigenverantwortliches und erwachsenes Handeln bis zur letzten Konsequenz.
Es ist sicher nicht der leichte Weg, aber derjenige, der uns auf den Weg zu mehr Zufriedenheit und Freiheit durch ein selbstbestimmtes Leben weiterbringt.

Wie so viele Kümmernisse, die uns im Leben begegnen, ist auch fehlende Eigenverantwortung frei nach dem Kopfrichter-Prinzip auf eine zu schwache Ausprägung der drei Säulen Selbstbewusstsein, Selbstvertrauen und Selbstwert runter zu  brechen. Diese drei Bausteine helfen uns dabei, unsere Persönlichkeit zu schärfen und uns weniger beeinflussen zu lassen.
Wer sich selber gut kennt, kann auch leichter die Verantwortung für sich übernehmen.

Bis bald, hier auf der Seite der Kopfrichter.

Mit Betrug schaden wir uns selbst

Als mir meine Eltern in der Jugend sagten, dass ich mir mit Unehrlichkeit mehr selber schade als meiner Umwelt, hab ich das als leeres Geschwätz abgetan.

Ich war in meiner Jugend nicht gerade ein Vorbild, was Wohlverhalten anging. Ich habe geraucht, getrunken, und ich habe geklaut.

Ladendiebstahl war für mich eine Zeit lang eine regelrechte Sucht, der erst ein Ende gesetzt wurde, als ich mich habe erwischen lassen.

Das war für mich ein Erlebnis der Scham. Ich fühlte mich ertappt.

Früher vs. heute

Wenn ich das Ganze aus heutiger Perspektive betrachte und meine Erinnerungen und Gefühle Revue passieren lasse, halte ich mein damaliges Verhalten für schädlich. Schädlich natürlich für die Bestohlenen, aber auch schädlich für mich und meine Entwicklung.

Ich kann mich noch daran erinnern, als wäre es gestern gewesen, was es für ein Scheißgefühl war, immer in Hab-Acht-Stellung zu sein, in der Angst erwischt zu werden.

Zuhause angekommen, konnte ich das Diebesgut natürlich nicht so frei rumliegen lassen. Ist ja klar, dass Eltern Fragen stellen, wenn du über neue Spielzeuge verfügst, die sie dir nicht gekauft haben.

Also weiter in Hab-Acht-Stellung.

Und am schlimmsten noch – die Wertschätzung für die so angeeigneten Gegenstände war sehr gering. Ich habe sie mir nicht verdient, und das wusste ich. Das hat mich die Dinge von der Wertigkeit her ganz anders sehen lassen als die Sachen, die ich zum Geburtstag bekommen oder mir erarbeitet habe.

Das sehe ich mittlerweile als Erwachsener noch viel dramatischer. Wenn ich an Geld komme, welches ich nicht verdiene, weil ich es in betrügerischer Weise an mich gebracht oder weil ich aus einem verlorenen Portemonnaie entnommen habe, dann ist einmal das schlechte Gewissen während des Tathergangs da, und wenn ich das Geld ausgebe, noch einmal. Wenn ich mir von dem Geld etwas kaufe, wird mich der Gegenstand bei jedem Gebrauch an das Gefühl erinnern, was ich mit dem Geld in Verbindung bringe.

Also bereichert mich die unrechtmäßige Aneignung von Dingen oder Geld nicht. Sie senkt meine Lebensqualität, da ich mich nicht gut fühle, wenn ich negative Gefühle habe.

Wenn ich mir hingegen etwas erarbeitet habe, dann bringe ich es mit Erfolgserlebnisse und von mir erbrachter Leistung in Verbindung. Je mehr ich für etwas leisten oder Entbehrungen über mich ergehen lassen musste, um etwas zu bekommen, desto wertvoller ist es und erfüllt mich mit Stolz.

Der Weg ist das Ziel

In der Regel ist nicht das Haben das Wertvolle im Leben, sondern der Weg dorthin. Es ist wie mit einer Goldmedaille, die ich fürs Nichtstun bekomme. Sie ist nichts wert.

Wenn ich hingegen Monate lang trainiert habe, gekämpft und gelitten, um mir diese verdammte Medaille zu verdienen, dann ist diese Goldmedaille für mich von unschätzbarem Wert.

Ich denke, wie im Kleinen, so verhält es sich auch im Großen. Also wenn ich auf das leicht verdiente Geld aus bin, wird es mir weniger wert sein.

Wenn ich Geld damit verdiene, andere Menschen zu betrügen, werde ich das Geld nie als wertvoll erachten.

Egal wie die Ver- und Beurteilung durch andere aussieht, durch unrechtmäßige Bereicherung fühlt man sich nicht reicher.

Da die Wertigkeit des ganzen fehlt, besteht die Gefahr in ein Suchtverhalten zu geraten. Um das Gefühl des Wertes, das sich nicht einstellt, doch vielleicht noch zu bekommen, muss immer mehr herangeschafft werden. Das Geld muss vermehrt und in teure Statussymbole gesteckt werden, die beim Zur-Schau-Tragen dann auch ein schales Gefühl hinterlassen, weil unverdient.

Ich denke da passt der Ausspruch „Geld alleine macht nicht glücklich“ sehr gut.

Es geht nicht um das Geld. Es geht um die Leistung, die ein Mensch erbringt, um sich von seiner Leistung etwas leisten zu können. Geld transportiert den Gegenwert der Leistung.

Jobwechsel und Zufriedenheit

Warum der Wechsel des Arbeitgebers uns oft nicht zufriedener macht.

Ich will für diesen Artikel keine Allgemeingültigkeit in Anspruch nehmen. Es wird sicher Fälle geben, in denen es durchaus Sinn ergeben kann, den Arbeitgeber zu wechseln.

Es scheint aber eine signifikante Anzahl an Fällen zu geben, wo ein Wechsel nicht zielführend ist. Ganz im Gegenteil. Es ist für unsere persönliche Entwicklung und Zufriedenheit nachteilig.

Wenn wir uns von unserem Chef nicht wertgeschätzt oder von unseren Kollegen nicht akzeptiert fühlen, dann ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass nach einer gewissen Zeit der Eingewöhnung beim neuen Arbeitgeber uns dieselben Probleme wieder begegnen.

Das liegt meines Erachtens an der Tatsache, dass es sich gerne um Probleme der persönlichen Entwicklung handelt, die einem bei anderen Chefs oder Kollegen wieder begegnen, bis wir uns dem Thema annehmen und selber an unserer Sichtweise und der Ausstrahlung auf unsere Umwelt Korrekturen vornehmen.

Das setzt natürlich voraus, dass wir Verantwortung für uns und unsere Belange übernehmen. Wenn wir dem Chef oder den Kollegen die Schuld für unsere Unzufriedenheit geben und uns in Beschwerden und Gemecker über unser schweres Schicksal flüchten, übernehmen wir keine Verantwortung.

Die gegenwärtige, auf den ersten Blick unbefriedigende Beschäftigung macht uns jeden Tag aufs Neue darauf aufmerksam, dass wir an unserem Selbstwertgefühl, unserer Eigenverantwortung, unserer Sozialkompetenz, unserer Sichtweise oder unseren Glaubenssätzen arbeiten sollten, um unser Leben einfacher  und erfüllender zu machen. Das bringt uns nicht nur im beruflichen Umfeld weiter nach vorne, sondern auch allgemein im Leben.

Flucht vs. Konfrontation

Ein Wechsel in einer so gelagerten Situation würde einem Weglaufen gleich kommen und uns mal mehr und manchmal weniger schnell wieder einholen.

Die Probleme werden dadurch nicht gelöst und die Zufriedenheit auf lange Sicht nicht gesteigert. Es wird wertvolle Lebenszeit und Energie verschwendet, Hoffnung geschürt, dass jetzt alles besser wird, bis dann das böse Erwachen kommt, dass die Ausgangssituation sich wieder eingestellt hat. Nur dass sich die Gesichter geändert haben, denen man bei der Arbeit begegnet.

Wenn also ein Arbeitgeberwechsel aus Unzufriedenheit angestrebt wird, ist es sinnvoll, genau zu hinterfragen, was die eigentlichen Beweggründe sind, und welchen Anteil wir selber an dem Ganzen haben.

Die Arten der persönlichen Entwicklungspotenziale, die uns durch Probleme mit unseren Mitmenschen aufgezeigt werden, sind vielfältig und liefern Themen für weitere spannende Artikel.

Ursachen

Probleme mit Vorgesetzten sind gerne ein Zeichen dafür, dass wir uns emotional nicht von unseren Eltern gelöst haben

Kritik von Vorgesetzten nehmen wir als Kritik an uns als Person auf und betrachten nicht die Sache, die kritisiert wurde. Anweisungen werden dann auch gerne als Bevormundung und Herumkommandieren gewertet und es baut sich eine innere Rebellion gegen den Chef auf.

Wenn unsere Probleme auf der Arbeit mit einem nicht geklärten Verhältnis zu unseren Eltern zu tun haben, bringt es mehr, mit seinen Eltern ins Reine zu kommen, als den Chef verantwortlich zu machen und ihn durch einen anderen zu ersetzen.

Verantwortung abzugeben ist ein häufig beobachtetes Verhalten, wenn eine emotionale Loslösung, also die emotionale Abnabelung von den Eltern nicht stattgefunden hat. Wenn wir noch immer davon abhängig sind, was unsere Eltern zu dem sagen, was wir machen, obwohl wir erwachsen sind.

Wenn wir noch auf das Lob und die Anerkennung warten, die wir meinen nicht bekommen zu haben, oder tatsächlich nie bekommen haben. Wenn wir uns Dinge verkneifen oder heimlich tun, weil wir uns Sorgen machen, was wohl unsere Eltern – oder stellvertretend uns hierarchisch übergeordnete Menschen – von uns denken.

Ganz anders sieht das Ganze aus, wenn wir unsere Hausaufgaben gemacht haben. Wenn wir uns entwickeln und die Herausforderung gemeistert haben. Dann kann es passieren, dass sich unsere Vorgesetzten uns gegenüber unsicher fühlen.

Wenn wir uns dann ohne Groll und Unzufriedenheit neuen Ufern zuwenden, und eine neue Herausforderung suchen, dann kann ein Wechsel zum gewünschten Zugewinn an Zufriedenheit führen.